Der Leben – Tod – Leben Zyklus

Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich was ich brauche.

Laotse, chinesischer Philosoph, ca 6. Jahrhundert v. Chr.

Unser gesamtes Leben ist von Veränderungen geprägt. Während der Pubertät müssen wir uns vom Kind in uns loslösen, um Platz für den jungen Erwachsenen zu schaffen. Dieses junge, naive und unerfahrene Selbst in uns muss später ebenfalls gehen, um einem starken, reifen und lebenserfahrenen ICH das Ruder zu überlassen. Um zu wachsen und uns als Menschen weiterzuentwickeln, müssen Teile von uns sterben. Jedes Ende ermöglicht einen neuen Anfang und frisches Wachstum. Auch in der Natur verhält es sich nicht anders: Raupen werden zu Schmetterlingen und blühende, gelbe Löwenzähne werden zu Pusteblumen, deren Samen für neues Wachstum sorgen.

Vor kurzem war ich im Wald spazieren und habe auf einem abgestorbenen Birkenstamm unzählige frische Birkenporlinge entdeckt, die unglaubliche Heilkräfte in sich bergen. Dieser wertvolle, kraftspendende Vitalpilz kann ausschließlich auf toten oder krankheitsgeschwächten Birkenstämmen entstehen. Das Sterben der Birke dient der Entstehung von etwas Neuem und Wertvollen. Trennungen sind immer schmerzhaft, wie auch der Tod. Gleichzeitig wird dadurch aber Raum für neue Beziehungen und Erfahrungen geschaffen, die wir sonst nie gehabt hätten!

Ich glaube, wir sollten das Loslassen wieder kultivieren. In unserer Gesellschaft ist es hoch angesehen, wenn man niemals aufgibt, an Zuständen festhält, krampfhaft weitermacht und Sterbendes künstlich am Leben erhält. Für mich aber liegt wahre Stärke vielmehr im Erkennen dessen, was mir nicht guttut, was mich nicht weiterbringt und was im Sterben liegt. Dann gilt es, eben diese Dinge loszulassen.

In der Natur finden wir überall den natürlichen Leben – Tod – Leben Zyklus. Er ist die Grundlage dieser Welt und die Voraussetzung für neues Leben. Ihn anzuerkennen, bedeutet für mich “Beautiful Aging”, also Veränderungen, wie auch das Älterwerden, zu akzeptieren und sogar willkommen zu heißen!

Bild von Angelica Forster

Markus Forster

Schon seit jungen Jahren ist Markus sehr naturverbunden und begeistert sich für Aromatherapie. 1996 wagte er den Sprung ins kalte Wasser und gründete seine eigene Firma, die anfangs nur kostbare ätherische Öle und heute vor allem reine, natürliche Hautpflege produziert. Mit der Überzeugung, nur Zutaten auf die Haut zu lassen, die auch gesund zu essen wären, stellt Ambient die wahrscheinlich konsequenteste Naturkosmetik der Welt her. In seiner Freizeit verbringt Markus so viel Zeit wie möglich in der Natur mit Kräuter sammeln, Wandern, Bergsteigen und Klettern.

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